Mahnung und Zahlung

Mahnung mit Fristsetzung (Zahlungsverzug): Musterbrief zum Versand per Einschreiben

Diesen Brief als Einschreiben versenden

Vorbefüllte Vorlage, Sendungsverfolgung und Zustellnachweis

Bleibt eine Rechnung trotz Zahlungserinnerung offen, ist die förmliche Mahnung der nächste Schritt: Sie setzt den Schuldner in Verzug (§ 286 BGB) und eröffnet den Anspruch auf Verzugszinsen und Ersatz des Verzugsschadens (§ 288 BGB).

Entscheidend ist der beweisbare Zugang: Im Streitfall müssen Sie belegen, dass die Mahnung den Schuldner erreicht hat (§ 130 BGB). Ein Einwurf-Einschreiben mit Einlieferungs- und Auslieferungsbeleg begründet nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs einen Anscheinsbeweis für den Zugang.

Diese Vorlage enthält die erwarteten Angaben: Bezeichnung der Forderung, exakter Betrag, Zahlungsfrist mit Kalenderdatum und Ankündigung weiterer Schritte. Die Einzelheiten des Vorgehens erklärt unser Ratgeber Mahnung schreiben und versenden.

Der Musterbrief

Die Angaben in Blau und in eckigen Klammern ersetzen Sie durch Ihre Informationen: sie werden automatisch vorbefüllt, wenn Sie die Vorlage online nutzen.

Vos coordonnées

Insérées automatiquement depuis l’étape des adresses.

Destinataire

Nom et adresse renseignés à l’étape des adresses.

Betreff: Mahnung zur Rechnung Nr. [Rechnungsnummer] über [Betrag] Euro

Einschreiben (Einwurf)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

trotz Fälligkeit ist die Rechnung Nr. [Rechnungsnummer] vom [Rechnungsdatum] über [Betrag] Euro für [Leistung, Lieferung oder Grund der Forderung] bis heute nicht beglichen. [Optional: "Meine Zahlungserinnerung vom [Datum] blieb ohne Reaktion."]

 

Ich fordere Sie hiermit auf, den offenen Betrag von [Betrag] Euro bis spätestens zum [konkretes Datum, z. B. 14 Tage ab heute] auf das folgende Konto zu zahlen: [IBAN und Kontoinhaber].

 

Mit Zugang dieser Mahnung befinden Sie sich gemäß § 286 Abs. 1 BGB in Verzug. Ab Verzugseintritt sind Verzugszinsen nach § 288 BGB geschuldet; weitere Verzugsschäden bleiben vorbehalten.

 

Sollte die Zahlung nicht fristgerecht eingehen, behalte ich mir vor, die Forderung ohne weitere Ankündigung gerichtlich geltend zu machen. Die dadurch entstehenden Kosten gingen zu Ihren Lasten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Herr Vorname Nachname

So versenden Sie diesen Brief online

  1. 1

    Adressen angeben

    Ihre Daten und die des Empfängers: sie werden automatisch in den Briefkopf übernommen.

  2. 2

    Vorlage anpassen

    Im Redaktionsschritt finden Sie diese Vorlage fertig zum Ausfüllen: ersetzen Sie die Angaben in eckigen Klammern durch Ihre Informationen.

  3. 3

    Versandart wählen

    Einschreiben (Einwurf) mit Sendungsverfolgung und Zustellnachweis, oder Standardbrief, je nachdem, welchen Nachweis Sie brauchen.

  4. 4

    Den Rest übernehmen wir

    Druck, Kuvertierung und Aufgabe in das Postnetz am nächsten Werktag. Aufgabebeleg und Zustellnachweis des Zustelldienstes bleiben in Ihrem Kundenkonto archiviert.

Häufige Fragen

Die Antworten auf die häufigsten Fragen zu diesem Brief.

Wie viele Mahnungen muss ich schreiben?

Rechtlich genügt eine einzige Mahnung, um Verzug zu begründen. Üblich sind bis zu drei Stufen (Zahlungserinnerung, Mahnung, letzte Mahnung), zwingend ist das nicht. Bei einer Rechnung mit klarer Fälligkeitsangabe kann Verzug sogar ohne Mahnung eintreten (§ 286 Abs. 2 und 3 BGB).

Welche Zahlungsfrist ist angemessen?

Das Gesetz schreibt keine feste Frist vor. In der Praxis sind 7 bis 14 Tage ab Zugang üblich. Nennen Sie ein konkretes Kalenderdatum: das vermeidet Streit über den Fristbeginn und wirkt verbindlicher.

Stoppt die Mahnung die Verjährung?

Nein. Die außergerichtliche Mahnung hemmt die Verjährung nicht. Dafür braucht es die Zustellung eines gerichtlichen Mahnbescheids, eine Klage oder ein Anerkenntnis des Schuldners. Die Mahnung begründet Verzug und liefert Beweise, mehr nicht.

Quellen und Referenzen

  • § 286 BGB: Verzug des Schuldners durch Mahnung nach Fälligkeit; Ausnahmen, in denen der Verzug ohne Mahnung eintritt.
  • § 288 BGB: Verzugszinsen: 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz bei Verbrauchern, 9 Prozentpunkte bei Entgeltforderungen zwischen Unternehmern.